Ab dem 1. Oktober steht Spanien vor einem bedeutenden Umbruch in der Verwaltung seines Tourismussektors. Durch die Einführung neuer Regularien und Verwaltungsvorschriften im Bereich der touristischen Administration reagiert Spanien gezielt auf die stetigen Herausforderungen des sich verändernden Reisemarktes, die zunehmende Digitalisierung und die steigenden Qualitätsansprüche von Gästen sowie Investoren. Dieser umfassende Leitfaden beleuchtet sämtliche Aspekte der neuen touristischen Verwaltung ab dem Stichtag, bietet tiefe Einblicke in die Änderungen, erläutert die Auswirkungen auf Eigentümer, Mieter, Investoren und Dienstleister und stellt praktische Empfehlungen für ein gelingendes Agieren im neuen System heraus.
Hintergrund: Die touristische Verwaltung in Spanien bis Oktober 2024
Schon vor Oktober 2024 verfügte Spanien über ein vergleichsweise komplexes System zur Verwaltung und Regulierung des Tourismus. Zahlreiche Gesetze, Bestimmungen und länderspezifische Erlasse bestimmten, wie beispielsweise Ferienhäuser, Apartments und Villen für touristische Zwecke genutzt, vermietet und geprüft werden durften. Durch die starke Fragmentierung der Kompetenzen, insbesondere zwischen spanischer Zentralregierung und autonomen Regionen, entstand jedoch in der Praxis oftmals ein Flickenteppich aus unterschiedlichen Standards, Lizenzvergabeprozessen und Kontrollmechanismen. Viele Eigentümer und Investoren empfanden die Rechtslage als undurchsichtig und hürdenreich.
Gründe für Reformen in der touristischen Verwaltung
Mehrere Faktoren trieben den Wunsch nach neuen Regelungen voran:
- Wirtschaftliches Wachstum: Der Tourismus bildet einen der wichtigsten Wirtschaftszweige Spaniens, mit enormen Beschäftigungs- und Umsatzeffekten. Ein transparentes Verwaltungssystem steigert die Attraktivität für Investoren und Gäste gleichermaßen.
- Digitalisierung: Die Digitalisierung eröffnete neue Möglichkeiten bei Vermarktung, Buchung und Kontrolle, machte das bestehende System aber auch anfällig für Missbrauch.
- Qualitätssicherung: Steigende Ansprüche von Touristen an Ausstattung, Sicherheit und Service begünstigen Standards und einheitliche administrative Abläufe.
- Wohnraumschutz und Nachhaltigkeit: Der Boom der Kurzzeitvermietungen erhöhte den Druck auf lokalen Wohnraum.
- Legalitätsanforderungen: Die Bekämpfung illegaler Vermietung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung erforderte präzisere Regelwerke.
Die wichtigsten Neuerungen ab 1. Oktober: Ein Überblick
Mit Inkrafttreten der neuen touristischen Verwaltung am 1. Oktober treten zahlreiche wesentliche Veränderungen in Kraft. Diese betreffen insbesondere die folgende Bereiche:
- Die Anmeldung und Registrierung touristischer Unterkünfte
- Transparenzpflichten und Datenübermittlung
- Lizenzvergabe und Kontrollsysteme
- Sanktionen bei Verstößen
- Neue Standards bei Verbraucherschutz, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit
- Digitale Verwaltungsprozesse und Datenbanken
- Verantwortlichkeiten und Mitwirkungspflichten von Eigentümern sowie Nutzern
Definition der touristischen Unterkunft im neuen System
Im Mittelpunkt der Neuregelung steht eine aktualisierte, präzise Definition dessen, was als „touristische Unterkunft“ gilt. Dazu zählen sämtliche Räumlichkeiten, Einheiten oder Gebäude, die ganz oder teilweise, regelmäßig oder sporadisch, gegen Entgelt zur kurzfristigen Überlassung an Reisende bestimmt sind. Die Kategorie umfasst demnach:
- Ferienwohnungen und -häuser
- Apartments in Mehrfamilienhäusern oder Hotelanlagen
- Bed & Breakfast-Objekte
- Zimmervermietungen im eigenen Wohnraum, soweit gewerblich
- Luxusvillen und exklusive Residenzen, soweit touristisch vermarktet
Wichtige Voraussetzungen betreffen die explizite Ausweisung der Nutzung im Mietvertrag, die Eintragung in das neue zentrale Register, sowie die Erfüllung sämtlicher administrativer, steuerlicher und versicherungsrechtlicher Pflichten.
Registrierung und Anmeldung: Was ist zu tun?
Ab dem 1. Oktober wird die Anmeldung und Registrierung touristischer Unterkünfte über ein einheitliches, digitales Portal der jeweiligen Region obligatorisch.
Einheitliches digitales Verwaltungsportal
Das neue zentrale Verwaltungsportal dient Eigentümern, Verwaltungsgesellschaften und auch Mietern künftig als primäre Anlaufstelle für die Einreichung und Aktualisierung sämtlicher Unterlagen. Die wichtigsten Funktionen umfassen:
- Neuanmeldungen und Erstanträge touristischer Unterkünfte
- Aktualisierung von Eigentümer- oder Betreiberdaten
- Übermittlung von Belegungsplänen, Statistiken und Gästedaten
- Erstellung und Verwaltung aller benötigten Nachweise und Zertifikate
- Kommunikation bei Rückfragen und Bearbeitungsnotwendigkeiten
Der Vorteil für Eigentümer: Durch die Digitalisierung entfällt der bislang vielfach notwendige Gang zu mehreren Ämtern. Die Abläufe können beschleunigt, die Prozesse transparenter gestaltet und Fehler bei der Einreichung minimiert werden.
Anmeldeprozess Schritt für Schritt
- Einrichtung eines digitalen Eigentümeraccounts: Zur Identifikation und Authentifizierung muss jeder Eigentümer oder Verwalter einen persönlichen Zugang erstellen – inkl. Legitimationsnachweise (Personalausweis, NIE-Nummer etc.).
- Erfassung der Unterkunft: Sämtliche Merkmale – Baujahr, Größe, Ausstattung, Lage, Art der Vermietung – müssen digital erfasst und dokumentiert werden.
- Hochladen aller notwendigen Nachweise: Für eine erfolgreiche Registrierung sind etwa Energieausweis, Versicherungsbestätigungen und Grundbuchauszüge bereitzustellen.
- Beantragung der Lizenznummer: Nach positivem Entscheid wird eine individuelle Lizenzkennung („Número de Inscripción“) automatisch vergeben, die fortan bei jeglicher Kommunikation, Werbung und Vertragsgestaltung anzugeben ist.
- Fortlaufende Melde- und Aktualisierungspflicht: Änderungen in Eigentum oder Nutzung müssen binnen 14 Tagen aktualisiert werden.
Zusätzlich werden die Daten automatisch an zentrale Prüf- und Überwachungsstellen (z.B. Tourismusämter, Steuerbehörden) übermittelt.
Transparenzpflichten und zentrale Datenübermittlung
Ein zentraler Erfolgsfaktor der neuen touristischen Verwaltung ist eine vollständig transparente, nachvollziehbare Übermittlung von Informationen. Von entscheidender Bedeutung sind dabei:
- Die eindeutige Identifikation von Eigentümern, Verwaltern und Mietern
- Die lückenlose Dokumentation aller Buchungen, Umsätze und Belegungszeiten
- Die elektronische Weitergabe von relevanten Daten an behördliche Stellen
Relevante Informationspflichten für Eigentümer und Betreiber
- Buchungs- und Umsatzprotokolle: Jede Buchung und jeder Zahlungsvorgang muss fortan digital erfasst und mindestens fünf Jahre gespeichert werden.
- Gästeidentifizierung: Nach aktuellen Vorgaben ist die Identität sämtlicher Mieter zu erfassen, zu archivieren und auf Anforderung an die Guardia Civil oder andere Behörden weiterzuleiten.
- Informationspflichten gegenüber Gästen: Mietern ist der vollständige Satz der geltenden Hausordnung, Sicherheits- und Notfallvorschriften mindestens in spanischer und englischer Sprache auszuhändigen.
- Veröffentlichung der Registriernummer: Die offizielle Lizenznummer muss in sämtlichen Onlineanzeigen, Angeboten und Verträgen klar sichtbar angegeben werden.
Diese Dokumentationspflicht erhöht nicht nur die Transparenz, sondern erleichtert Kontrollbehörden die Nachverfolgung bei Verstößen und sorgt gleichzeitig für größere Fairness am Markt.
Neuerungen bei Vergabe und Kontrolle der Lizenznummern
Das neue System verfolgt einen einheitlichen, behördenübergreifenden Ansatz bei der Lizenzierung und Überprüfung touristisch vermieteter Immobilien.
Vergabekriterien der Lizenznummer
Um eine Lizenz (Número de Inscripción) zu erhalten, müssen die Objekte umfassende Mindestanforderungen erfüllen. Neben der Einhaltung baulicher und sicherheitstechnischer Standards, sowie Umwelt- und Verbraucherschutzvorgaben sind u.a. folgende Kriterien entscheidend:
- Bebaubarkeit und legale Erschließung des Grundstücks
- Aktualität aller baurechtlichen Genehmigungen und technischen Zertifikate
- Nachweis einer gültigen Haftpflichtversicherung, die Mieter- und Eigentümerinteressen abdeckt
- Vorliegen eines aktuellen amtlichen Energieausweises
- Barrierefreiheit und Mindestanforderungen an Sanitäranlagen und Ausstattung
- Klare, lückenlos einsehbare Eigentumsverhältnisse
Eingereichte Unterlagen werden fortan digital geprüft, wodurch sich die Entscheidungsdauer drastisch verkürzt und der Genehmigungsprozess insgesamt beschleunigt.
Regelmäßige Nachprüfungen und Beibehaltung der Lizenz
Jährliche Überprüfungen der Daten und stichprobenhafte Vor-Ort-Kontrollen durch regionale Behörden sichern die Einhaltung der legalen Standards. Bei Mängeln oder Verstößen gegen die Anmelde- und Dokumentationspflichten droht der Entzug der Lizenz.
Strafen, Sanktionen und Bußgelder: Was passiert bei Verstößen?
Die neue Verwaltung sieht ein strikt gestaffeltes Sanktionssystem vor, das fehlende Anmeldung, unzureichende Dokumentationspflicht oder Verstöße gegen Sicherheitsanforderungen konsequent ahndet:
Staffelung der Sanktionen
- Geringfügige Verstöße: (z.B. verspätete Information bei Eigentümerwechsel, fehlerhafte Gästebücher) Mindestbußgeld von 500 bis 2.500 €
- Mittelschwere Verstöße: (illegale Vermietung, fehlende Versicherungsnachweise, Missachtung von Sicherheitsauflagen) Bußgelder bis 10.000 € und temporärer Lizenzentzug
- Schwere, wiederholte oder gewerbliche Verstöße: (systematische Steuerhinterziehung, wiederholte Schwarzvermietung, schwerwiegende Sicherheitsmängel) Geldstrafen bis zu 100.000 €, dauerhafter Entzug der Lizenz und Sperre für mehrere Jahre
Eine lückenlose Erfassung und transparente Kommunikation sind daher unerlässlich, um empfindliche Konsequenzen zu vermeiden.
Standards bei Verbraucherschutz, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit
Die Reform setzt neue Maßstäbe in Bezug auf den Schutz der Gäste, den Zugang zu den angebotenen Unterkünften und die umweltgerechte Betriebsführung.
Verbraucherschutz und Sicherheit im Fokus
- Vorhalten eines vollständigen Notfallplans und aktueller Kontaktlisten für medizinische, polizeiliche und technische Hilfe
- Verpflichtung zur Erfüllung der jeweils aktuellen Brandschutzauflagen
- Mindestausstattung an Rauchmeldern, Feuerlöschern und Erste-Hilfe-Sets
- Sicherstellung von Schließ- und Zugangssystemen, die Missbrauch ausschließen
- Bereitstellung von ausführlichen Informationsbroschüren in mehreren Sprachen
Barrierefreiheit für Menschen mit Einschränkungen
Neu ist das gestufte Pflichtsystem zur Barrierefreiheit. Eigentümer touristischer Unterkünfte ab einer bestimmten Größe oder ab einer bestimmten Anzahl an Einheiten müssen Mindestanforderungen zur Nutzbarkeit für Bewohner mit Einschränkungen (z.B. Rampen, breite Türen, barrierefreie Duschen) nachweisen.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz
- Verpflichtung zur Vorlage eines aktuellen Energieausweises
- Förderung und teilweise Verpflichtung zur Nutzung erneuerbarer Energien (z.B. Photovoltaik, Solarthermie)
- Umfassende Mülltrennsysteme mit Nachweispflicht
- Verbrauchsoptimierte Wassernutzung und Installation von Sparvorrichtungen
Somit leisten alle Akteure einen Beitrag zu sozial ausgewogenem, ökologisch verträglichem Tourismus in Spanien.
Praktische Auswirkungen für Eigentümer und Investoren
Die neuen Vorschriften bringen erhebliche Konsequenzen für Eigentümer und interessierte Investoren. Insbesondere folgende Aspekte sind zu beachten:
Steigende Transparenz und Rechtssicherheit
Die eindeutige, digitale Dokumentation aller Prozesse erhöht für Inhaber von Immobilien die Rechtssicherheit. Lizenzierte Objekte sind für Behörden, Buchungsportale und Gäste klar von illegalen Angeboten unterscheidbar, was wiederum die Nachfrage und das Vertrauen steigert. Gleichzeitig ermöglichen klar strukturierte Sanktionen schnelle Reaktionen bei Problemen.
Wettbewerbsvorteile für professionelle Anbieter
- Im Vordergrund stehen künftig die Betreiber, die sämtliche Auflagen und Qualitätsstandards zuverlässig erfüllen.
- Eine verbesserte Ausstattung, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit wirken sich unmittelbar positiv auf das Buchungsverhalten qualitätsbewusster Gäste aus.
Digitalisierung als Effizienzgewinn
- Die Zusammenführung aller Verwaltungsabläufe an einem digitalen Ort reduziert Kosten, minimiert Bearbeitungszeiten und vermeidet doppelte Wege.
- Echtzeit-Informationen ermöglichen prompte Reaktionen auf neue Entwicklungen oder Behördenvorgaben.
Besondere Hinweise für Vermieter aus dem Ausland
Gerade für internationale Eigentümer spanischer Immobilien mit Interesse an Vermietung ist die Umstellung auf das neue Verwaltungssystem besonders relevant:
Sprachliche Herausforderungen und Übersetzungen
- Die bevorzugte Antrags- und Verwaltungsprache bleibt Spanisch, ergänzende Informationen werden jedoch zunehmend in Englisch und anderen europäischen Sprachen bereitgestellt.
- Alle Unterlagen sollten nach Möglichkeit mehrsprachig – mindestens in Spanisch und Englisch – eingereicht werden.
Vertretung durch Vertrauenspersonen
- Nicht ortsansässige Immobilieneigentümer können einen bevollmächtigten Vertreter („gestor“) bestimmen, der sämtliche Anmeldungen, Überwachungen und Korrespondenzen übernimmt.
- Vollmachten und Bevollmächtigungsurkunden sind zwingend im Verwaltungsportal zu hinterlegen und bei jeder Änderung zu aktualisieren.
Steuerliche Aspekte
- Erzielte Mieteinnahmen unterliegen der vollumfänglichen Deklarationspflicht bei den spanischen Steuerbehörden. Automatische Datenübermittlung vereinfacht Steuerprüfungen erheblich.
- Neue Kooperationen zwischen spanischen Steuerbehörden und ausländischen Finanzämtern erhöhen die Entdeckungswahrscheinlichkeit bei nicht erklärten Erträgen.
Durch sorgfältige Vorbereitung und exakte Beachtung der neuen Regularien lassen sich auch für nicht-residente Eigentümer alle Vorteile der Neuregelung optimal nutzen.
Potenzial und Chancen für lokale Wirtschaft und Gemeinden
Das revidierte Verwaltungssystem wirkt sich nicht nur auf Eigentümer und Betreiber touristischer Unterkünfte aus. Auch lokale Unternehmen, Gemeinden und Dienstleister profitieren von den neuen Strukturen:
Stärkung lokaler Dienstleister
Mit der Professionalisierung der touristischen Vermietung entstehen erweiterte Geschäftsmöglichkeiten für:
- Reinigungs- und Hausmeisterdienste
- Handwerksunternehmen und Energieberater
- Sicherheitsdienstleister und Anbieter digitaler Zugangssysteme
- Transportdienstleister und Cateringservices
Positive Effekte für Gemeinden
- Kommunale Stellen profitieren von erhöhten Steuereinnahmen und gezielten Abgaben für Tourismusförderung, sodass infrastrukturelle Projekte besser umgesetzt werden können.
- Die neue Lizenzierung sorgt für faire Marktbedingungen zwischen traditionellen Hotels und Ferienwohnungen.
- Illegalen Wohnraummissbrauch und Verstöße gegen den Wohnraumschutz können effektiver bekämpft werden.
Rolle und Verantwortung von IMMO ABROAD im neuen System
Als erfahrener Partner und professioneller Dienstleister im spanischen Immobiliensektor begleitet IMMO ABROAD Eigentümer, Investoren und Mietinteressenten entlang des gesamten Verwaltungs- und Anmeldeprozesses. Mit Expertenwissen, fundierten Marktkenntnissen und strikter Einhaltung aller Regularien stellt das Team von IMMO ABROAD sicher, dass jede Immobilie optimal und rechtssicher im Sinn der neuen touristischen Administration verwaltet, vermarktet und gepflegt wird.
- Unterstützung bei sämtlichen Schritten von der Antragstellung bis zur Erteilung der Lizenz
- Prüfung und Vorbereitung aller erforderlichen Unterlagen und Zertifikate
- Wahrung aktueller Standards in Bezug auf Verbraucherschutz, Sicherheit und Nachhaltigkeit
- Professionelles Management der fortlaufenden Dokumentationspflichten
- Individuelle Beratung zu Optimierungspotenzialen und Steuervorteilen
Mit IMMO ABROAD profitieren Eigentümer nicht nur von einer reibungslosen Verwaltung, sondern sind bestens auf alle neuen Herausforderungen vorbereitet.
Der Weg zur erfolgreichen touristischen Vermietung ab 1. Oktober
Wer den Einstieg oder die Fortsetzung in die touristische Vermietung unter den neuen Rahmenbedingungen in Spanien plant, sollte systematisch vorgehen.
Checkliste für Eigentümer
- Bestandsaufnahme: Ist die Immobilie bislang bei den örtlichen Behörden als touristische Unterkunft gemeldet? Liegt eine gültige Lizenz vor?
- Unterlagen aktualisieren: Sämtliche Dokumente zu Eigentum, Versicherung, Energie, Sicherheit auf Vollständigkeit und Gültigkeit prüfen.
- Zugang zum digitalen Verwaltungsportal einrichten: Registrierung und Authentifizierung durchführen, Benutzerkonten ggf. an Dritte übertragen lassen.
- Anmeldung und Aktualisierung online: Alle Daten eingeben, erforderliche Nachweise hochladen und auf Bearbeitung achten.
- Belegungs- und Buchungsprotokolle digital führen: Jede Buchung, Identität der Gäste, Zahlungsfluss protokollieren und sicher archivieren.
- Laufende Informationspflicht: Änderungen bei Eigentümer, Nutzung oder Ausstattung umgehend über das Portal einpflegen.
- Kommunikation mit Behörden: Posteingang und Benachrichtigungen regelmäßig prüfen und Rückfragen schnell beantworten.
- Kontrollen und Überprüfungen: Fristgerecht auf Vor-Ort-Prüfungen vorbereitet sein und alle Dokumente griffbereit halten.
Nur durch konsequente Erfüllung aller Pflichten lässt sich die touristische Vermietung erfolgreich und straflos betreiben.
Fallstudien und Praxisbeispiele: Erfahrungen im neuen System
Die Anwendung der neuen Verwaltungspraxis in der Realität zeigt: Wer die Prozesse frühzeitig und sorgfältig anpasst, profitiert von einer Vielzahl an Vorteilen.
Beispiel 1: Die Modernisierung eines Ferienapartments an der Costa Blanca
Nachdem sämtliche Planungsunterlagen und Sanierungen in das neue Portal eingespeist worden waren, trat die Lizenzierung innerhalb von drei Wochen automatisch in Kraft. Durch die Einführung smarter Zugangssysteme, die Dokumentation aller Buchungen und die Modernisierung der Ausstattung konnte nicht nur die Buchungsrate gesteigert, sondern auch das Sicherheits- und Servicelevel deutlich erhöht werden.
Beispiel 2: Ein internationaler Eigentümer registriert ein Appartementhaus
Mit der Beauftragung eines lokalen Verwaltungsbevollmächtigten gelang die gesamte Einführung in nur fünf Wochen. Übersetzungen der notwendigen Unterlagen ersparten Rückfragen. Die klaren Regelungen erleichterten die Abstimmung mit dem Steuerberater und die Einbindung weit über die Region hinaus.
Beispiel 3: Aufdeckung und Vermeidung von Fehlern durch das Kontrollsystem
Im Rahmen einer stichprobenhaften digitalen Überprüfung wurde ein fehlender Brandmelder festgestellt. Dank automatisierter Benachrichtigung konnte das Problem bereits am Tag der Rückmeldung behoben und die nachfolgenden Bußgeldprozesse abgewendet werden.
Fragen und Antworten zur neuen touristischen Verwaltung
Welche Unterkünfte müssen sich ab dem 1. Oktober registrieren?
Sämtliche gewerblich angebotenen Ferienwohnungen, -häuser, Aparthotels und ähnlichen Unterkünfte unterliegen der Registrierungspflicht, unabhängig von der Anzahl der vermietbaren Einheiten oder der Mietdauer.
Was passiert mit Bestandsimmobilien, die bereits über eine Lizenz verfügen?
Bestehende Lizenzen behalten ihre Gültigkeit, müssen jedoch binnen eines festgelegten Übergangszeitraumes (6–12 Monate) ins neue digitale System überführt werden. Sämtliche aktuelle Nachweise sind dabei neu einzureichen.
Wie werden Änderungen bei Eigentümer oder Nutzung gemeldet?
Änderungen sind binnen 14 Tagen im digitalen Verwaltungsportal zu erfassen. Bei nicht zeitnaher Meldung drohen Sanktionen. Zur Authentifizierung ist ggf. ein Scan des neuen Eigentumsnachweises oder der Nutzungsvereinbarung zu hinterlegen.
Welche Vorteile bietet das neue System gegenüber dem bisherigen Verfahren?
Hauptvorteile sind die Zentralisierung und Automatisierung aller Prozesse, kürzere Bearbeitungszeiten, größere Transparenz, höhere Rechtssicherheit sowie verbesserte Möglichkeiten zur Bekämpfung illegaler Vermietungen.
Wer unterstützt bei der Umsetzung und Verwaltung?
Fachkundige Dienstleister wie IMMO ABROAD übernehmen sämtliche Schritte im Anmelde- und Überwachungsprozess, stehen beratend zur Seite und minimieren das Risiko teurer Fehler oder Sanktionen.
Ausblick: Die Zukunft der touristischen Vermietung in Spanien
Mit dem Reformpaket und dem neuen Verwaltungssystem stellt sich Spanien modernen Herausforderungen und verschafft der touristischen Vermietung – für Eigentümer, Gäste und Behörden – eine tragfähige, zukunftsorientierte Grundlage. Scharf überwachte Standards, die Förderung von Qualität, Transparenz, Nachhaltigkeit und die konsequente Digitalisierung sichern Spaniens Ruf als eines der weltweit attraktivsten Reiseziele und eröffnen legalen Anbietern neue, lukrative Chancen.
Für Eigentümer, Investoren und Dienstleister empfiehlt es sich, bereits vor dem 1. Oktober sämtliche Prozesse kritisch zu überprüfen, bestehende Lücken zu schließen und die neuen Vorgaben umzusetzen.
IMMO ABROAD bleibt Ihr vertrauensvoller, kompetenter Partner vor Ort und begleitet Sie mit Erfahrung, Marktkenntnis und Engagement in allen Phasen des Umstellungsprozesses.
Fazit: Regelkonform und zukunftssicher agieren mit der neuen Administration
Die umfassende Neugestaltung der touristischen Verwaltung ab 1. Oktober markiert einen Meilenstein für den spanischen Tourismussektor. Rechtliche Klarheit, digitale Effizienz, nachhaltige Standards und intelligente Kontrolle sorgen für höchste Professionalität und attraktiven Mehrwert – sowohl für Eigentümer als auch für Gäste.
Mit gut vorbereiteten Unterlagen und der Zusammenarbeit mit spezialisierten Experten wie IMMO ABROAD sind Sie für die Anforderungen der Zukunft bestens gerüstet und können Ihre Ferienimmobilie dauerhaft erfolgreich, sicher und stressfrei betreiben.
Vertrauen Sie auf Erfahrung, Know-how und höchste Qualitätsmaßstäbe – damit Ihr Engagement im spanischen Tourismussektor auch nach der großen Reform am 1. Oktober ein voller Erfolg wird.
